Werkheft der GCL (3 Hefte im Jahr)
– jeweils mit den Artikelreihen: Bild- und Schriftmeditation – Zeit-Zeichen – Zur Lebensweise der GCL – Gebetshilfen aus der Schrift – Mit Hilfe der Gemeinschaft – Perspektiven aus der Spiritualität der Exerzitien – Informationen – Büchertipps – Zeugnis eines Lebens

Redaktion: Maria Boxberg, P. Thomas Gertler SJ, Harald Klein, Gerlinde Knoller, Gabriele Ullrich

Das Einzelheft kostet 4,80 EUR inkl. Porto, das Jahresabonnement 14,40 EUR, 3 Hefte, inkl. Porto.
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2017
Heft 1: Geheimnis des Glaubens - Leben
Heft 2: Geheimnis des Glaubens - Sterben
Heft 3: Geheimnis des Glaubens - Auferstehen (noch nicht erschienen)

2017 - Heft 2
GEHEIMNIS DES GLAUBENS – STERBEN. In diesem Heft wird von einem jungen, schwerkranken Mädchen erzählt. Es hat zum ersten Mal eine Fahrradstrecke ohne Stützräder zurückgelegt, bricht darüber in Jubel aus, stürzt und ist tot. Der Jubel und das plötzliche Sterben möchten auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Oder doch? Die Beiträge in diesem Heft denken aus unterschiedlicher Perspektive über das Sterben, das Abschied-neh-men und das Kreuz nach. Am Beispiel des heiligen Ignatius wird deutlich, wie er sich aus der Fremdheit und den Skrupeln vor seinem Gott befreite, so dass ihn am Ende weder Gedanken an die Sünden noch an versäumte Taten schrecken konnten. Vielmehr fühlte er sich, zum Schauenden geworden, ganz und gar in Gott geborgen. Es ist eine wunderbare Wandlung geschehen.
Haben Menschen einst in Tod und Trauer Trost in ihrer Kirche gefunden, ist heute vieles anders geworden. Davon berichtet ein Seelsorger und Trauerredner. Er weiß, wie hilflos oft Menschen sind, mit Abschied und Tod umzugehen. Der über lange Zeit tradierte christliche Glaube an die Auferstehung ist oft abgebrochen, genauso wie die damit verbundenen Bräuche und Traditionen. Und doch, so der Autor, sehe er, offen für „göttliche Überraschungen“, auch hier in der Pastoral „gute Einflugschneisen für das Wirken des Heiligen Geistes.“ Das macht doch Hoffnung!

INHALT
Benedetta Michelini Sterben und Leben – Bildmeditation
Stefan Tausch Entsorgung oder Event? – Herausforderungen und Chancen angesichts einer sich mehr und mehr wandelnden Bestattungskultur – Zeit-Zeichen
Thomas Gertler SJ Mit Ignatius über das Sterben nachdenken – Ignatianisch leben
Harald Klein, Alan Roberts, Iyassu Nemron Der Tod – des Schlafes Bruder? – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein Die letzten Dinge – Regeln? – Praktisch umgesetzt
Hermann Röttger Aufbruch anstelle von Abschied – Kommission Sendung und Dienst
Doris Ebner Unser GCL-Emblem gedeutet: Das Kreuz – 50 Jahre GCL
Ottmar Leidner Tröstliche Tode – Sterbe-Erfahrungen
Helmut Hannak Elvi Hannak – Zeugnis eines Lebens 24

2017 - Heft 1
GEHEIMNIS DES GLAUBENS – LEBEN. Wir alle nehmen es wahr: Unser gegenwärtiges Leben ist unsicher geworden. Die Terroranschläge verbreiten Angst und Schrecken, es erstarken nationalistische Strömungen, und in der politischen Auseinandersetzung – vor allem über den Umgang mit Geflüchteten – verschärfen sich die Töne. Auch im persönlichen Leben schwinden Sicherheiten. Mobilität, Flexibilität sind gefragt. Was bisher durch Traditionen feste Konturen hatte, löst sich auf. Einen ersten Eindruck davon vermittelt das Bild von Wassily Kandinsky, das diesem Werkheft vorangestellt ist. Lassen Sie dieses Bild auf sich wirken, es in Bewegung kommen. Vielleicht zeigt es Ihnen, wie aus dem zunächst scheinbar Ungeordneten Leben erwachsen kann?

Um dieses Leben geht es in diesem Heft. Darum, wie mithilfe unserer ignatianischen Spiritualität, unserem Glauben, Vertrauen in die Führung Gottes wachsen kann. Und wie wir das entdecken können, was uns stark und widerstandsfähig macht. Nicht nur am Beispiel des Volkes Israel in der Wüste wird deutlich, wo Aufbrüche möglich sind und immer wieder auch geschehen. Bei der „Generation Aufbruch“ beispielsweise, den jungen Leuten, für die gute Freunde, ein Partner, dem sie vertrauen können, und die Familie viel bedeuten. Warum Aufbrüche auch im persönlichen Glauben ein Mehr an Leben und Freiheit bringen können, auch davon können Sie lesen.

INHALT
Cordula Leidner Widersagen – Glauben – Leben – Bildmeditation
Harald Klein, Marina Engler, Martin Berghane - Lebenswelten einer „Generation im Aufbruch“ – Zeit-Zeichen
Elias D. Stangl - Resilienz und Glaube – Ignatianisch leben
Harald Klein - Der Preis der Freiheit – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein, Benedikt Lülf, Marius Kulassek - Leben: Vor Gott – mit Gott – ohne Gott – Praktisch umgesetzt
Hermann Röttger - Leben heißt Leben teilen… – Kommission Sendung und Dienst
Ulrike Faulhaber - Unser GCL-Emblem gedeutet: Die Spirale – 50 Jahre GCL
Daniela Frank - Peter-Hans Kolvenbach SJ – Zeugnis eines Lebens

2016
Heft 1: ... wie es war im Anfang. Vergangenheit
Heft 2: ... so auch jetzt. Gegenwart
Heft 3: ... und allezeit. Zukunft

2016 - Heft 3

… UND ALLEZEIT. ZUKUNFT – Einen Blick in die Zukunft werfen können wir nicht. So viel Vorsorge wir auch treffen, es wird immer das Unerwartete eintreten. Wirklich sicher ist nur, dass wir sterben müssen. Gott hat uns seine Verheißung vom „Ewigen Leben“ zugesagt. Was heißt es, in einer Wirklichkeit, in der es nicht nur „Freude und Hoffnung“, sondern auch „Trauer und Angst“ gibt, dieser Verheißung zu trauen? Was hilft uns dabei, aus unserem Glauben heraus immer wieder das „Dennoch“ zu leben? Dazu will dieses Werkheft Anregungen geben.

Die Beiträge zeigen auf, wie in einer Gesellschaft, in der alles möglich scheint, das ignatianische „Mehr“ gelebt werden kann. Entworfen wird die Vision von einer Welt, in der die Menschen nicht größenwahnsinnig oder unter dem Zwang der Selbstoptimierung an einem „Turm zu Babel“, sondern an einem Lebenshaus für alle bauen. Dieses Heft lädt auch dazu ein, zu unterscheiden, ob all das, was heute und künftig möglich sein wird, auch wirklich vom Guten zum Besseren führt. Und ob es tatsächlich ein „Mehr“ an wirklicher Freiheit bringt. Einer Freiheit, in der der Mensch nicht ängstlich vor der Zukunft zurückschreckt, sondern ihr glaubend, hoffend und liebend entgegen geht.

INHALT
Bernhard Ehler - Unterwegs ins Leben – Bildmeditation
Roland Rossnagel - Klimawandel in der Welt und in der Kirche am Ort – Zeit-Zeichen
Gerlinde Knoller - Schritte in die Zukunft – Ignatianisch leben
Harald Klein - Meine Zukunft – Sehnsucht nach Entgrenzung? – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein- Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben – Praktisch umgesetzt
Peter Jaumann - Voilá, der moderne Mensch! – Kommission Sendung und Dienst
Harald Klein - Das Ab- und das Einschalten haben ihre Zeit … – Umgang mit Medien
Weltweit betet die Kirche – Gebetsmeinungen 2017
René Schmit - Guy Schuller – Zeugnis eines Lebens

2016 - Heft 2
… SO AUCH JETZT. GEGENWART – „Das kann ich doch immer noch tun!“ Wer kennt nicht die innere Gegenströmung, die einen daran hindert, etwas sofort anzupacken. Der hl. Ignatius meinte dazu: „Man soll nie ein gutes Werk, und sei es auch noch so klein, verschieben in der Absicht, später größere zu vollbringen.“ In diesem Werkheft geht es um das „Jetzt“ und um das „Heute“. Im Blick auf unsere Turbogesellschaft wird aufgezeigt, worin die Frucht liegen kann, wenn wir den „gegenwärtigen Augenblick“ als eigenen Wert entdecken und daraus leben. Dazu gehört auch die Einsicht, dass manche Dinge eben ihre Zeit brauchen, um sich zu entwickeln und zu reifen. Diese Grundhaltungen brauchen Einübung. Dazu finden sich in diesem Heft viele Anregungen, genährt vor allem aus unserer ignatianischen Spiritualität.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, heißt es in einem Lied. Es ist eine Aufforderung, die gute Gelegenheit für das notwendige Handeln nicht verstreichen zu lassen, sondern beim Schopfe zu packen. Insbesondere dort, wo es um unsere Verantwortung für die Schöpfung geht. Dies ist nur ein Impuls von den vielen zum eigenen, aber auch zum gemeinsamen Nachdenken in diesem Heft.


INHALT
Franz-Reinhard Daffner Immerfort empfange ich mich – Bildmeditation
Rüdiger Funiok SJ Echtzeit und Auszeit: Vom Leben in zweierlei Rhythmen – Zeit-Zeichen
Ralph Braun Achtsamkeit – wach sein für die Gegenwart – Ignatianisch leben
Gerlinde Knoller Die kostbaren Zeiten des „Dazwischen“ – Ignatianisch leben
Harald Klein In alles hat Gott Ewigkeit hineingelegt (Koh 3,11) – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein Einmal umgedreht: Deine Zeit steht in meinen Händen – Praktisch umgesetzt
Hermann Röttger Wenn nicht jetzt, wann dann? – Kommission Sendung und Dienst
Daniela Frank Das Ab- und das Einschalten haben ihre Zeit… – Umgang mit Medien
Martin Maier SJ Pedro Arrupe SJ – Zeugnis eines Lebens


2016 - Heft 1
… WIE IM ANFANG. VERGANGENHEIT – In der Vergangenheit liegen unsere Wurzeln. Erinnerungen prägen unsere Persönlichkeit, aber auch ein ganzes Volk oder eine Kultur. Wie mit Erinnerungen umgehen, damit sie uns zur Frucht werden? Darum geht es in diesem Werkheft. Es weitet sich der Blick zunächst auf das Große, auf die Erinnerungen von Völkern und Kulturen, die ihren Ausdruck finden in Denkmälern, Gedenktagen oder Stolpersteinen. Aufgezeigt wird, wie dieses Gedenken zu einem Perspektivwechsel hin zu mehr Mitgefühl und Empathie führen kann.

Das Internet vergisst nichts. Alles, was wir im Netz tun, hinterlässt eine digitale Spur; mit Kundenkarten geben wir preis, welche Vorlieben wir haben – Werbetreibende erhalten ein exaktes Bild von uns als „potentiellen Kunden“. Der ganze Mensch interessiert nicht. Einträge im sozialen Netzwerk verlöschen selbst nach Jahren nicht. Wie damit theologisch, ethisch und geistlich umgehen? fragt ein Beitrag an.

Durchtränkt ist diese breite Auseinandersetzung über den Umgang mit der Vergangenheit in diesem Werkheft von unserer ignatianischen Spiritualität. Insbesondere mit der Frage, wohin, etwa bei den großen Fragen der Gegenwart wie dem Klimawandel oder den Wanderungsbewegungen, unser Handeln führen kann. Ein hochaktuelles Heft, das auch zeigt, was Erinnerung noch bedeuten kann: Ermutigung zum Weitergehen.



INHALT
Marlies Fricke - In der Liebe verwurzelt – Bildmeditation
Harald Klein - Wie gehen Völker mit ihrer Vergangenheit um? – Zeit-Zeichen
Gudrun Rütten - Den Schatz der Vergangenheit entdecken – Ignatianisch leben
Harald Klein - Der Stammbaum Jesu – Vergangenheit erklärt Gegenwart – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein - Von Stammbäumen und Stammbüchern – Praktisch umgesetzt
Dr. Hermann Röttger- Der erste Schritt – Kommission Sendung und Dienst
Marina Engler, Harald Klein - (K)Ein Recht auf Vergessen – Umgang mit Medien
Thomas Gertler SJ - Familie Weizsäcker – Zeugnis eines Lebens


2015
Heft 1: Konflikte und Tabus - Wirklichkeit ist größer
Heft 2: Streit muß sein!
Heft 3: Versöhnung geht. Wohin?


2015 - Heft 3
KONFLIKTE UND TABUS – VERSÖHNUNG GEHT. WOHIN? – Es gibt kein Leben, in dem alles glatt läuft. Selbst wenn wir uns noch so bemühen, erfahren wir Brüche, Verletzungen, enttäuschte Hoffnungen und Schuld. Nicht selten liegt der Mensch mit sich selbst im Widerstreit – und schämt sich dafür. Die Beiträge in diesem Werkheft zeigen auf, wie aus Zerbrochenem wieder Neues erwachsen kann, wie Versöhnung und Heilung möglich werden – in der Gesellschaft, in Gemeinschaften, in einer Gruppe und vor allem beim Einzelnen.

Es bleibt eine Herausforderung, Kehrtwenden zu wagen und Brücken zu schlagen, die tiefer Streit und Auseinandersetzungen gegraben haben. So erinnert dieses Heft an eine Grundregel des hl. Ignatius von Loyola, „dass jeder gute Christ mehr bereit sein müsse, die Aussage des Nächsten zu retten, als sie zu verdammen“. Deutlich wird: Ein liebevoller Umgang mit sich selbst und dem anderen kann dazu beitragen, das eigene Leben und das mit den anderen wieder in Einklang zu bringen. Versöhnung wohin? Zu mehr Leben. Zu mehr Fruchtbarkeit. Zu mehr Hoffnung. Davon sei auch Ihr Leben erfüllt!

INHALT
Alfred Kraus Der Sohn, der heimgefunden hat –
Bildmeditation
Gerlinde Knoller Die Grenzen des Protests – Zeit-Zeichen
Veronica Krienen OSB Kein anderer Weg – Ignatianisch leben
Harald Klein Versöhnung (aus-) richten – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein Versöhnung – um des „Einklanges“ willen – Praktisch umgesetzt
Peter Jaumann Das Leben als Geschenk – Kommission Sendung und Dienst
Lucia von Ohlen Versöhnung geht?! – Angestoßen vom Delegiertentreffen 2014
Weltweit betet die Kirche – Gebetsmeinungen 2016
Harald Klein Stéphane Hessel – Zeugnis eines Lebens

2015 - Heft 2
KONFLIKTE UND TABUS – STREIT MUSS SEIN – Streit ist immer unangenehm. Und doch ist das Streiten in unserem Leben und Zusammenleben unvermeidlich. Denn so unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Meinungen, Bedürfnisse und Handlungsweisen. Das vorliegende Werkheft fragt danach, wie es gelingen kann, in der Konfrontation und der konstruktiven Auseinandersetzung einen gemeinsamen Weg zu finden. Auch Ignatius von Loyola, aus dessen Spiritualität die GCL schöpft, muss ein Meister des Streitens gewesen sein – allein schon, weil er selbst in seinem Leben Mühen und Kämpfe zu bestehen hatte. Von ihm inspiriert, lassen sich Regeln des Streitens ableiten, die nicht nur unseren Beziehungen, sondern auch unseren Gruppen und Teams gut tun.

Ein anderes Lebensmodell, eine uns fremde Denkweise können verstören. Unsere eigenen Werte und Vorstellungen werden angekratzt. Unter unserer Rubrik „Praktisch umgesetzt“ findet sich ein Vorschlag, wie eine Gruppe
ihren Blick weiten kann hin zu den unterschiedlichen Familienformen, die heute gelebt werden. Auch geht es in diesem Heft konkret um die Herausforderungen an uns und unsere Gesellschaft angesichts der Flüchtlingsströme,
die in unserem Land ankommen. So wünschen wir Ihnen eine fruchtbare Lektüre und den Mut zu Auseinandersetzungen!

INHALT

Claudia Nietsch-Ochs Streiten – Bildmeditation
Harald Klein Wechsel der Generationen - Ein Ringen um „Familie“ – Zeit-Zeichen
Hermann Kügler SJ Ignatianische Streitkultur – Regeln für konstruktives Streiten – Ignatianisch leben
Harald Klein Petrus und Paulus: ein Kampf um Lebensentwürfe – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein, Ute Geppert
„Ist ja nicht so, als gäbe es das nicht“ – Familie im Wandel – Praktisch umgesetzt
Gerhild Epping, Dr. Hermann Röttger Streitfragen in der Flüchtlingspolitik – Kommission Sendung und Dienst
Angelika Laible Leben mit Brüchen – Angestoßen vom Delegiertentreffen 2014
Gundikar Hock SJ Rutilio Grande García SJ – Zeugnis eines Lebens

2015 - Heft 1
KONFLIKTE UND TABUS – WIRKLICHKEIT IST GRÖSSER – Wo Menschen miteinander leben und wirken, gibt es immer auch Konflikte und Reibungen. Unterschiedliche Lebensentwürfe und Meinungen treffen aufeinander. Das vorliegende Werkheft eröffnet eine Trilogie, die sich in diesem Jahr damit auseinandersetzt, wie wir persönlich, aber auch in unseren Gemeinschaften mit Konflikten und Tabus besser umgehen können.

In diesem Heft geht es zunächst um die Wahrnehmung. Thomas Gertler SJ spricht von einem „strukturellen Pharisäismus“, der häufig in kirchlichen Gemeinschaften anzutreffen ist, die ein hohes Ethos verbindet. Wie diesen Pharisäismus erkennen und damit umgehen? – Unser Zeit-Zeichen-Beitrag führt in die Mitte von Frankfurt/Main. Wenige Orte dürfte es geben, wo die Vielfalt unserer Gesellschaft deutlicher wird als hier, meint unser Autor. Er ist davon überzeugt, dass bei alledem die Sehnsucht der Menschen nach echter Begegnung bleibt. Wo Menschen zusammentreffen, da werden auch viele Sprachen gesprochen. Was tun, um einander nicht auszugrenzen, sondern zu verstehen? – Praktische Beispiele für den Austausch in der Gruppe oder auch die Gebetshilfen aus der Schrift möchten Sie dazu anregen, Ihren Blick für die „größere Wirklichkeit“ zu schärfen.


INHALT
Roland Rossnagel Wo das Verherrlichte vor der größeren Herrlichkeit verblasst – Bildmeditation
Dr. Joachim Valentin, Harald Klein Vielfalt zulassen und moderieren – Zeit-Zeichen
Thomas Gertler SJ „Struktureller Pharisäismus“
– Ignatianisch leben
Harald Klein
Liegt nicht das ganze Land vor Dir? – Abraham und Lot – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein „Krumme Stufen“ – Die größere Wirklichkeit im Gedicht – Praktisch umgesetzt
Dr. Hermann Röttger Wertvoll in den Augen Gottes – Kommission Sendung und Dienst
Gerlinde Knoller Die Sprache der Suchenden lernen – Angestoßen vom Delegiertentreffen 2014
Gerlinde Knoller Christian de Chergé – Zeugnis eines Lebens

2014
Heft 1: „… bis an die Grenzen“ – in Grenzen leben
Heft 2: „… bis an die Grenzen“ – an Grenzen gehen
Heft 3: „… bis an die Grenzen“ – über Grenzen hinaus

2014 - Heft 3
"... BIS AN DIE GRENZEN. ÜBER DIE GRENZEN HINAUS" - WEnn wir hinauf zu den Sternen sehen, ahnen wir, dass unser Schöpfergott unendlich größer ist, als wir Menschen es erfassen können. Auch in unserem Alltag kommt es immer wieder vor, dass wir über uns selbst hinaus wachsen . Die Beiträge in diesem Heft zeigen auf, was uns locken könnte, unseren Blick "über Grenzen hinaus" zu weiten. Deutlich wird: Unser Leben braucht Visionen, etwas, wonach wir uns ausstrecken können. Das macht uns auch hellhöriger für den Ruf Gottes.

Uns Menschen ist heute vieles möglich, was lange Zeit undenkbar war. Doch bei allem Fortschritt erfahren wir auch Verluste: Der beschleunigte und vernetzte Mensch kommt immer schneller dort an, wo er immer kürzer bleibt. Wie damit umgehen? Lesenswert ist auch das beeindruckende Zeugnis einer Bürgermeisterin aus den Philippinen, eine GCLerin, die im extrem herausfordernden Alltag einer von Rebellen angegriffenen Stadt ihre Standfestigkeit bewahrt hat. All dies lässt staunen, welche Kraft denen von Gott zuwächst, die es wagen, über Grenzen hinaus zu schreiten!

Dr. Johannes und Marita Brückner - Über Grenzen hinaus - in den Kosmos - Bildmeditation
Beng Climaco - Franziska Stein - Eine Stimme in der Krise - Zeit-Zeichen
Gerlinde Knoller
- Mystik im Alltag - ignatianisch leben
Harald Klein - Recipe finem - Von der Grenze her beten lernen - Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein - Gott- jenseits der selbst gesetzten Grenzen - praktisch umgesetzt
Peter Jaumann
- Grenzen in einer endlichen Welt - Kommission Sendung und Dienst
Thomas Gertler SJ - Globalisierung und Armut - Weltdelegiertentreffen der GCL 2013 im Libanon
Weltweit betet die Kirche - Gebetsmeinungen 2015
Markus Dietl - Jan Vanier - Zeugnis eines Lebens

2014 - Heft 2
„… BIS AN DIE GRENZEN. AN GRENZEN GEHEN“ – „Darüber habe ich noch gar nicht so intensiv nachgedacht“, sagte ein Pfarrer, der für dieses Werkheft gebeten wurde, über seine eigenen Grenzerfahrungen zu schreiben. Dabei wurde ihm neu bewusst, dass sich dort, wo man an Grenzen kommt, ja sich sogar darüber hinaus wagt, Räume erweitern und sich mit Leben füllen können. Mit diesem Nachdenken über die je eigenen Grenzgänge, wozu dieses Heft anregt, nehmen wir auch das Herzensanliegen unseres Papstes Franziskus ernst, „dass die Kirche aus sich selbst heraus gehen und an die existentiellen Grenzen gehen muss“.

Der Blick weitet sich über das persönliche Erleben hinaus. Jörg Dantscher SJ schaut auf die Menschen am Rand der Welt, die weder Achtung noch Würde genießen. Er erinnert an die Hungernden und die 45 Millionen Menschen, die derzeit auf der Flucht sind. Der Physiker Michael Stöhr greift eines der Anliegen des GCL-Weltdelegiertentreffens auf – die Bewahrung der Umwelt. Die Rubrik „Praktisch umgesetzt“ zeigt, wie sich eine Gruppe an den biblischen Schauplatz „Obergemach“ versetzen kann, wo sich am Pfingsttag die Apostel um Maria versammelt hatten. Ein Sturm drängt sie nach draußen auf die Straßen von „Jerusalem, München oder Köln“, wo sie die verschiedenen Sprachen der Menschen verstehen und ihre Welt kennen lernen. Spannende Blickwinkel! Lassen wir uns darauf ein.


Cordula Leidner „Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen“ – Bildmeditation
Jörg Dantscher SJ An die Grenzen und Zäune gehen – Zeit-Zeichen
Thomas Simon Wagner, Georg Steinmetz, Johanna Merkt Bis an die Grenzen kommen – Ignatianisch leben
Harald Klein
Sendung: Jesus im Rücken haben
– Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein, Franziska Stein Pfingsten: Der Heilige Geist und das Fremde – Praktisch umgesetzt
Gerhild Epping Wasser – Grundrecht für alle – Kommission Sendung und Dienst
Dr. Michael StöhrIm Grenzgebiet der Umwelt – Weltdelegiertentreffen der GCL 2013 im Libanon
Papst Franziskus – „Evangelii gaudium“ Ingeborg von Grafenstein
José Gsell – Zeugnis eines Lebens

2014 - Heft 1
„… BIS AN DIE GRENZEN" - IN GRENZEN LEBEN – Wer an eine Grenze denkt, ja gar an sie stößt, wird in ihr etwas Hinderliches sehen. Eine Grenze trennt, schränkt ein, nimmt uns die Freiheit. Ist das wirklich so? Die Beiträge in diesem Werkheft betrachten Grenzen aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie zeigen auf, dass es oft notwendig ist, Grenzen zu überschreiten. Ganz konkret etwa für die vielen Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen müssen, weil es ihnen dort nicht mehr gut geht. Und für uns Christen hier, die diese Schicksale nicht kalt lassen können.

Aus spiritueller Sicht können sich Grenzen sogar als Chance erweisen. Das wird in mehreren Beiträgen deutlich. Da wird erinnert an Gott, der nicht nur ins Dasein ruft, sondern auch ordnet. So wird Leben ermöglicht. Selbst dort, wo es dem Sterben entgegen geht, kann Leben erwachsen. Eine Anregung für ein Gruppentreffen schlägt vor, eigene Erfahrungen des Sterbens, der Brüche oder des Scheiterns miteinander zu teilen. Jedoch auch die Erfahrung, was es heißt, „am Weinstock“ zu bleiben. Ein Blick geht auch hinaus zum GCL-Weltdelegiertentreffen. Eines der Themen war dort die Familie. Lesen Sie, welche Impulse daraus für Sie selbst und in den Gruppen gut aufzugreifen sind. Stoff genug für eine anregende Lektüre!


INHALT
Thomas Gertler SJ - In Grenzen leben – August Macke: Sonniger Weg – Bildmeditation
Ludger Hillebrand SJ Grenzen überwinden – Zeit-Zeichen
Sr. Veronica Krienen OSB - Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark
– Ignatianisch leben
Harald Klein Fünf Brote und zwei Fische – eine Grenzerfahrung – Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein, Martin Klein - Dem Sterben entgegen – Praktisch umgesetzt
Hermann Röttger - In Grenzen leben – Kommission Sendung und Dienst
Ursula Becker - „Aus unseren Wurzeln bis an die Grenzen“ – Familie – Weltdelegiertentreffen der GCL 2013 im Libanon
Franz-Reinhard Daffner - Papst Johannes XXIII. – Zeugnis eines Lebens

2013

Heft 1: Zwischen Himmel und Erde - sich einmischen
Heft 2: Zwischen Himmel und Erde - ehrfürchtig sein
Heft 3: Zwischen Himmel und Erde - beten lernen


2013 - Heft 3
ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE – SICH EINMISCHEN. Es gibt Situationen, aus denen wir uns am liebsten raushalten wollen – weil sie uns unangenehm sind, oder weil sie nicht zu unseren Vorstellungen passen. Ein recht verstandenes Sich-Einmischen kann aber auch eine geistliche Tugend sein. Davon handelt dieses Werkheft. Es erinnert an das Exerzitienbuch, in dem Ignatius beschreibt, wie Gott sich einmischt in die Welt. Gott beschönigt nichts, sondern sieht die Personen auf dem Erdenrund in ihrer Verschiedenheit. Für uns Menschen heißt das: Wer sich einmischt, nimmt die Welt wahr wie sie ist und lässt sich davon anrühren.

Wer sich einmischt, der lässt sich auch nicht mitreißen von den Strömungen unserer Zeit, die unaufhörlich nach Optimierung, Wachstum und Konsum strebt. Hochaktuell bleibt auch das Schriftwort „Gebt dem Kaiser …!“, das uns als Christen mahnt, für eine Welt, die uns nicht gleichgültig sein kann, einzutreten. Das hat auch eine politische Dimension: Religion kann keine Privatsache sein. Lassen Sie sich von diesen Impulsen inspirieren – und mischen Sie sich ein!


INHALT
Franz-Reinhard Daffner - Herr, erwecke deine Kirche – Bild- und Schriftmeditation
Gastbeitrag Winfried Kretschmann
Für eine aktive Religionsfreiheit –
Zeit-Zeichen
Dr. Frank Beyersdörfer Die Welt nicht so lassen, wie sie ist – Impulse zum Sich-Einmischen
aus dem Exerzitienbuch –
Ignatianisch leben
Harald Klein -„Gebt dem Kaiser …!“ – nicht: man könnte ja geben – Gebetshilfen aus der Schrift
Christoph Menzel, Harald Klein - „Empört euch“ – „Engagiert euch“ – Praktisch umgesetzt
Peter Jaumann -
Dem Konsumrausch gegensteuern – Kommission Sendung und Dienst
Dr. Heinz Theisen - Gefährdung und Notwendigkeit eines Kulturchristentums – Jahr des Glaubens
Weltweit betet die Kirche – Gebetsmeinungen 2014
Hildegard Zilbauer Ruth Pfau – Zeugnis eines Lebens


2013 - Heft 2
ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE – EHRFÜRCHTIG SEIN. Dieses Wort „Ehrfurcht“ hat einen ganz besonderen Klang. Manche halten den Begriff „Ehrfurcht“ für antiquiert, nicht mehr in unsere Zeit passend. Dennoch greift dieses Werkheft die „Ehrfurcht“ auf, zeigt, wo sie unerlässlich ist.

Was ist es, das, wie in unserem „Zeugnis des Lebens“ beschrieben, Madeleine Delbrêl so erschüttert hat, dass sie „zum ersten Mal kniend zu Gott betet“? Ein anderer Beitrag zum „Jahr des Glaubens“ fragt nach, warum sich Menschen ein Bild von Gott, eine Vorstellung von Religion machen. Weil es den Menschen Sinn gibt und die Erkenntnis, welche Freiheit Gott schenkt. „Ehrfurcht“ hat aber auch mit den Grenzen zu tun, die wir in unserer fortschrittsgläubigen Gesellschaft nicht überschreiten dürfen. Wo braucht es noch diese „heilige Scheu“ vor dem, was Gottes und nicht des Menschen ist? Anregend zu lesen ist auch der Erfahrungsbericht einer Mutter und ihrer Tochter, die, mit drei Generationen unter einem Dach lebend, täglich neu ein achtsames Miteinander einüben. Dazu gibt’s noch praktische Tipps für die Gruppenarbeit zum Thema, wie unsere Begegnungen so gestaltet werden können, dass wir in unserem Gegenüber sein ihm eigenes Wesen entdecken. Die Ehrfurcht bleibt also hochaktuell!

INHALT
Marlies Fricke - Er goss Wasser in eine Schüssel – Bild- und Schriftmeditation
Gerlinde Knoller - „Ehrfurcht“ in unserer Gesellschaft – eine Spurensuche –
Zeit-Zeichen
Eva-Maria Conrad, Barbara Hofmann - Suchen und finden in allem – auch im Zusammenleben dreier Generationen - ignatianisch leben
Gelebter Glaube: Ehrfurcht und Achtsamkeit
– Gebetshilfen aus der Schrift
Ute Geppert, Harald Klein - Gelebter Glaube: Ehrfürchtig leben – Praktisch umgesetzt
Gerhild Epping Zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2013 – Kommission „Sendung und Dienst“
Prof. Michael Ziemons - Ehrfürchtiger Gottesglaube und Konstruktivismus – Jahr des Glaubens
Der Ball des Gehorsams – Texte
Gerlinde Knoller - Madeleine Delbrêl – Zeugnis eines Lebens

2013 - Heft 1
ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE – BETEN LERNEN.
Übers Beten nachzudenken, zu schreiben oder zu sprechen, wird immer unvollkommen bleiben, solange wir selbst nicht beten. Wie aber kann das gehen in einer Welt, in der sich die Zweifel an Gottes Existenz mehren? In der wir erwarten, dass wir rasch Antworten bekommen – auch von Gott? Das vorliegende Werkheft widmet sich der Faszination des immer wiederkehrenden Suchens und Findens von Gott. Es beschreibt, was den modernen Menschen am Beten hindert, aber auch, welches Staunen es bewirken kann, wenn einer sich dem HERRN aussetzt. Deutlich wird, dass Beten lernen nicht nach Lehrbuch geschehen kann, allein schon, weil Gott sich nicht durch menschliche Festlegungen begreifen lässt. Der eine oder die andere von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wird sich auch gerne daran erinnern lassen, dass Beten, in welcher Weise auch immer, über das eigene Reden und bloße Schweigen hinaus geht und vor allem „Hören“ meint. Das ist sogar im Getriebe einer großen Stadt möglich. Spannend fürs Gruppengespräch könnte etwa die Anregung sein, einmal im Geiste mit Christus durch die Stadt zu gehen und ihn dabei zu bitten: „Herr, lehre mich beten!“ Was könnte SEINE Antwort sein?

Katharina Langner, Dr. Christian Schaum - Walking to the Sky – Walking to God? Bild- und Schriftmeditation
Prof. Dr. Joachim Windolph - Beten? – Da war doch was! - Zeit-Zeichen
Thomas Gertler SJ -
Beten lernen mit Ignatius - ignatianisch leben
Harald Klein - Mit Christus durch die Stadt - Gebetshilfen aus der Schrift
Harald Klein, Michaela Kremer - Gott am Werk - praktisch umgesetzt
Dr. Frank Beyersdörfer - „Es ist kein Scherz! –
Beten mit Kindern
Dr. Hermann Röttger - Herausforderungen annehmen – Kommission „Sendung und Dienst“
Prof. Dr. Susanne Tiemann - Das Evangelium heute verkünden – Jahr des Glaubens
Dr. Paul Deselaers - Johannes Bours – Zeugnis eines Lebens