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Die schon traditionelle Veranstaltung „Silvester am Meer“ fand dieses Jahr zum ersten Mal nicht im Ostseebad Rerik sondern auf Rügen statt. Dies lag an dem mittlerweile doch sehr in die Jahre gekommenen Haus in Rerik.

Neben der Rückschau auf das vergangene und dem Ausblick auf das kommende Jahr stand thematisch das biblische Buch Tobit im Vordergrund. Ein Buch das interessanterweise nur nach der katholischen Tradition zum biblischen Kanon gezählt wird.

Dieses Buch beginnt in tiefer Depression. Nachdem der im Exil in Ninive lebende und dennoch am Gott Israels festhaltende Tobit erblindet und sich dann auch noch den Spott seiner Ehefrau anhören muss, bittet er Gott, sein Leiden zu beenden und ihn sterben zu lassen. Ebenfalls verspotten lassen muss sich die in der entfernten Stadt Medien lebend Sarah, die von einem Dämon besessen ist, der alle ihre Bräutigame in der Hochzeitsnacht tötet. Auch sie kann ihr Leid nicht mehr ertragen und bittet Gott, ihrem Leben ein Ende zu machen. Wer die eine oder andere biblische Geschichte kennt, weiß, dass Gott Gebete oft nicht so erhört, wie der Beter sich das vorgestellt hat. In diesem Fall schickt er den Erzengel Raphael, der die Situation bereinigen muss. Raphael tut dies, indem er mit Tobias, dem Sohn Tobits, auf die Reise geht, wo dieser einen Fisch fängt. Mit den Innereien des Fisches kann Tobias sowohl den Dämon aus dem Hochzeitsgemach seiner zukünftigen Frau Sarah vertreiben als auch die Blindheit seines Vaters heilen.

Neben dem Bibelthema ging es darum, das alte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, Belastendes zurückzulassen und Impulse für das neue Jahr zu gewinnen. Dazu dienten Gespräche, Diskussionen und viele Spaziergänge am Strand der Ostsee. Hinzu kommen noch viele neue geistliche Lieder, Morgenimpulse und viel Freude beim Spielen am Abend, ein ausgiebiger gemeinsamer Spaziergang auf der Insel, eine selbst vorbereiteter Gottesdienst zum Jahresschluss am 31.12. und das gemeinsame Anstoßen auf das neue Jahr am Strand, an der Ostsee im Norden Rügens.

Die Gruppe aus fast allen Ecken Deutschlands war bunt gemischt mit Leuten mit den verschiedensten Hintergründen. Neun junge Erwachsene zwischen 25 und 37 Jahren waren dabei. Manche kommen seit Jahren, andere zum ersten oder zweiten Mal.
Ich fühle mich richtig gut auf das neue Jahr vorbereitet. Das ist der interessanten Gruppe geschuldet und nicht zuletzt auch der intensiven Vorbereitung und Begleitung durch Theresa Feurer (Förderschullehrerin) und Heiko Feurer (Richter am Landgericht). Ihnen gebührt ein herzliches Dankeschön für ihren großen Einsatz!
Mal sehen, wohin es nächste Jahr geht.
Martin Filip

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